Eine Informations- und Beratungsveranstaltung in Kooperation mit der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegner*innen
Um was geht es? Die Inhalte:
Mit dem am 01.01.2026 in Kraft getretenen Wehrdienstmodernisierungsgesetz müssen sich junge Menschen wieder mit der Frage auseinandersetzen, ob sie im Kriegsfall Dienst mit der Waffe leisten wollen und können. Durch massive Werbung der Bundeswehr in der Öffentlichkeit und an Schulen sollen junge Menschen überzeugt werden, Dienst an der Waffe zu leisten.
Damit stellt sich für viele Menschen ganz konkret die Gewissensfrage: Bin ich bereit und in der Lage im Krieg auf andere Menschen zu verletzen – und möglicherweise zu töten?
Noch ist der Wehrdienst freiwillig, doch mit einer im Gesetz vorgesehenen Bedarfswehrpflicht oder einem Spannungsfall kann sich dies schnell zu einer Pflicht wandeln. Grundsätzlich sind alle männlichen Personen bis 60 Jahren wehrpflichtig und müssen sich also mit der Gewissensfrage auseinandersetzen.
Artikel 4 Nr. 3 des Grundgesetzes garantiert das Recht auf Kriegsdienstverweigerung: niemand darf gegen sein Gewissen zum Dienst mit der Waffe gezwungen werden. Um dieses Grundrecht in Anspruch zu nehmen, muss jedoch ein begründeter Antrag gestellt und anerkannt werden. Die DFG-VK begleitet hierbei seit vielen Jahrzehnten wehrpflichtige Personen.
Ziele der Veranstaltung:
Die Online-Veranstaltung versteht sich als Informations- und Reflexionsraum und als Vorbereitung auf diesen Prozess. Einerseits liefern wir wichtige Informationen zum Wehrdienstmodernisierungsgesetz – andererseits möchten wir Gelegenheit geben, sich mit eigenen Haltungen, Ängsten und Widersprüchen auseinanderzusetzen.
Dabei orientiert sich das Seminar an der Wertebasis der Themenzentrierten Interaktion (TZI)*, die besagt: „Ehrfurcht gebührt allem Lebendigen und seinem Wachstum“ sowie an der TZI-Methodik, die die Entscheidungsfähigkeit der Menschen auf der Basis der humanistischen Werte stärkt.
Zielgruppe:
wehrpflichtige Personen (Männer bis 60 Jahre) und deren (auch weibliche) Angehörige, Jugendliche ab ca. 16 Jahren, Reservist*innen und Soldat*innen, die sich unsicher sind, ob sie Kriegsdienst leisten wollen, Personen, die beruflich mit Jugendlichen zu tun haben (Lehrkräfte, Sozialpädagog*innen, Sozialarbeiter*innen usw.)
Leitung: Margitta Holler, Dr. Christiane Thole
Anmeldung bis zum 15.September 2026: margitta.holler@incontact.hamburg
Weitere Informationen über die DFG-VK finden Sie hier:

